Festung Ehrenberg
( in
Reutte 20 Autominuten von Füssen)
Burgruine
Herrschaftssitz
- Höhenburg - Ringmauerburg -
Artilleriebefestigung
erbaut um
1295-1300 durch Graf Meinhard II. von Tirol; 1296
"in constructione castri in Ernberch";
Ausbauten um 1330, 3. V. 15.Jh., in den 1480er Jahren unter
dem Pfleger Georg Gossenbrot, um 1550 und nachfolgend;
1606-09, um 1630, 1640-45 Bastionen und Vorwerke. 1704
Kaserne; 1782 Auflassung.
Ausgedehnte
Burganlage mit beindruckender Bausubstanz und komplexer
Baugeschichte. Aus Gründungszeit
Teile der Ummauerung und des Palas. Aus dem 3.V.d.15.Jhs.
der sog. ,,Hohe Stock", ein dominanter turmartiger
Wohnbau. Gut erhalten Zwinger und Artillerierondelle aus
dem sp. 15. ]h., 16. Jh. und von 1607-09, mit dem sog.
Falkenturm am äußersten Nordostende. Teilsaniert.
Jederzeit zu besichtigen. Langer, mäßig steiler
Aufstieg.
Graf Meinhard II
von Tirol gab der Feste Ehrenberg den Namen (seit 1293).
Sie spielte insbesondere während der Reformationszeit
eine wechselvolle und bedeutende Rolle im Versuch sowohl
nach Süden wie nach Norden die Durchgangsmöglichkeiten
für die jeweiligen Gegner zu sperren (1545-47). 1632 und
1646 widerstand Ehrenberg den Angriffen der schwedischen
Streitmacht. Das tirolische Aufgebot 12000 Schwazer
Bergknappen verteidigte die Alpenpassage erfolgreich.
1703 geriet die Festung Ehrenberg in bayrische Hände.
Kurfürst Max Emanuel sorgte für Bedrängnis und die
Burg beherbergte fortan illustere Gefangene. Den Reformen
Kaiser Josefs II wird dann die Feste geopfert und am
28.3.1782 samt Klause und Vorwerken versteigert und
ausgeplündert.
Klause
Paßsperre -
Hornwerk - Restaurierungen historischer Bauten
schon 1317
urkundlich faßbar; heutiger Bau 1482-85 unter Pfleger
Georg Gossenbrot errichtet (Dendro-Daten 1483 !), mit
Taverne; Zerstörungen 1546, als die Tiroler die von den
Schmalkälden besetzte Klause beschießen mußten, und
1552 durch Moritz von Sachsen mit nachfolgender
Instandsetzung; 1607-09 (Bauinschrift ,,1609") und
1632 weiter befestigt, mit Bau des sog. Homwerkes; nach
1711 Umbau mit Einbau einer Kapelle in den Dachspeicher.
Weitgehend Eigentum der Gem. Reutte.
Gründungsbau von
1482-85 bildet Kern des heutigen Gebäudes, mit
vermauerten spätgotischen Türen und Schlüsseischarten.
Innen und außen intensiv umgestaltet. Im Dachgeschoß
der sehr schöne und hochinteressante Dachstuhl der
Kapelle. Westliche Hälfte restauriert und neu
eingedacht, östliche Hälfte dachlos und ruinös.
Außenbesichtigung jederzeit möglich, später
Öffnungszeiten, Direktanfahrt.
Falkenberg/Fort
Claudia
Paßsperre -
Festung
nach 1639, 1645
noch im Bau. Ruinös. Jederzeit zu besichtigen. Längerer
mäßig steiler Aufstieg.
Hornberg/Schloßkopf
Paßsperre -
Festung - Kasematten
18. Jh., nach
1704; 1782 Auflassung Festungsanlage mit ausgedehnten
Kasematten, sicherte die von hier leicht beschießbare
Feste. Ruinös. Jederzeit zu besichtigen. Steiler, sehr
langer Aufstieg.